Mehr Verbindlichkeit für Kölns Wärmewende
Köln, den 12.05.2026 – Mit Die Volt-Fraktion dankt der Verwaltung für die Erstellung des kommunalen Wärmeplans, betont jedoch, dass Köln angesichts des Klimanotstands mehr braucht als organisatorische Anpassungen. Der Plan benennt wichtige Analysen und Potenziale, bleibt aber bei zentralen Anforderungen wie dem gesetzlich vorgeschriebenen Dekarbonisierungs- und Ausbaupfad für das Wärmenetz zu vage. Andere Städte zeigen, dass konkrete Aktionspläne, digitale Transparenz und Monitoring bereits heute möglich sind.
Als entscheidenden Hebel sieht Volt die RheinEnergie. Bislang fehlt ein überzeugender Dekarbonisierungsfahrplan bis 2035. Die Fraktion fordert Verwaltung und Aufsichtsratsmitglieder auf, auf einen verbindlichen, umfassenden Plan hinzuwirken – einschließlich einer klaren Strategie für die Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes und aller 19 Blockheizkraftwerke.
„Köln verbraucht jährlich über 9.000 Gigawattstunden Energie, überwiegend aus Erdgas. Wer weiter auf fossile Abhängigkeiten setzt, riskiert steigende Kosten und gefährdet soziale Stabilität.
Der Wärmeplan ist ein Anfang, aber jetzt braucht es konkrete Schritte: klare Zuständigkeiten, baureife Konzepte und einen verbindlichen Fahrplan zur CO2-Minimierung der RheinEnergie. Für eine lebenswerte Zukunft läuft uns die Zeit davon.“
Jennifer Glashagen, Fraktionsvorsitzende Volt-Fraktion
