Stadt Köln soll Catcalling ahnden

Köln, den 03.03.2026 – Mit einem Antrag (AN/0390/2026) im kommenden Ausschuss für Gleichstellung möchte die Volt Fraktion die Stadtverwaltung beauftragen „Catcalling“ in die Kölner Stadtordnung aufzunehmen.

„Catcalling“ umfasst unerwünschte sexualisierte Zurufe, Kommentare, Pfeifen oder Gesten im öffentlichen Raum, die für Betroffene häufig einschüchternd oder erniedrigend wirken, rechtlich bislang jedoch meist folgenlos bleiben.

Die Stadt Köln wird zudem beauftragt, das Personal des Ordnungsamtes zum Umgang mit sexualisierter Belästigung im öffentlichen Raum standardmäßig zu schulen und fortzubilden. Auch der Ausbau niedrigschwelliger und auf Wunsch anonymer Meldemöglichkeiten ist im Antrag vorgesehen. 

Mit dem Beitritt zum Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ im Oktober 2024 hat sich die Stadt Köln verpflichtet, aktiv gegen sexistische Belästigung vorzugehen. Der Antrag knüpft an diese Selbstverpflichtung an.

„Catcalling ist kein Kompliment, es ist sexuelle Belästigung. In Köln nehmen wir das nicht länger hin. Wenn Menschen im Alltag Wege meiden oder sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen, ist es unsere politische Verantwortung zu handeln. Öffentliche Räume müssen für alle gleichermaßen nutzbar sein. Respekt ist unser Bare Minimum.“

Jasna Ibrić, Stadträtin Volt Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung