Fragwürdiges Vorgehen bei Dezernatsneuordnung
Köln, den 12.05.2026 – Die Volt-Fraktion sieht die geplante Neuordnung der Verwaltungsstruktur in Teilen kritisch und lehnt den Antrag daher ab.
Für Volt geht es dabei nicht nur um Organisation, sondern um Transparenz, politische Kultur und Vertrauen in faire Verfahren. Trotz rechtssicherem Ausschreibungsverfahren, entsteht bereits jetzt der Eindruck politischer Vorfestlegungen.
Zudem kritisiert Volt, dass die größten Fraktionen das Vorgehen unter sich abgestimmt haben. Als problematisch bewertet die Fraktion die geplante Zuordnung der Ausländerbehörde zum Ordnungsdezernat: Der Rat habe 2022 beschlossen, aus dem Ausländeramt eine moderne Willkommensbehörde zu machen. Eine Einordnung in den Bereich „Ordnung und Sicherheit“ sende jedoch ein integrationspolitisch falsches Signal für eine internationale Stadt wie Köln.
Trotz der besagten Kritik begrüßt Volt die Wahl von Frau Prof. Dr. Dörte Diemert zur Stadtdirektorin.
„Dieser Rat entscheidet heute nicht nur über Strukturen, sondern über politische Kultur und Vertrauen. Eine Behörde, die für Integration und Teilhabe steht, dem Bereich Ordnung und Sicherheit zuzuordnen, ist das falsche Signal für eine internationale Stadt wie Köln. Die Art und Weise, wie die größten Fraktionen das Verfahren unter sich ausgemacht haben, fördert nicht das Vertrauen der Kölnerinnen und Kölner in ihre Verwaltung .”
Jennifer Glashagen, Fraktionsvorsitzende Volt-Fraktion
