Gesamtstädtische Drogenhilfestrategie
Köln, den 05.02.2026 – Die Volt‑Fraktion Köln fordert ein entschiedenes, gesamtstädtisches Vorgehen gegen die wachsende offene Drogenszene. Seit Jahren fehlten politischer Wille, ausreichende Mittel und eine klare Strategie. Angesichts eines europaweit explodierenden Drogenmarkts, der auch Köln zunehmend belastet, warnt Volt davor, weiter tatenlos zuzusehen.
Nach intensiven Gesprächen mit Polizei, Verwaltung, lokalen Akteuren sowie umfassender Akteneinsicht unterstützt die Volt-Fraktion den geplanten Standort des Sucht- und Hilfszentrums (SHZ) am Perlengraben. Jedoch betont die Volt-Fraktion, dass der bisherige Beschluss allein noch keine ausreichende Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung bietet. Gemeinsam mit allen demokratischen Fraktionen bringt Volt deshalb einen Änderungsantrag ein, der zentrale Verbesserungen vorsieht:
- Langfristige Sicherung der Finanzierung des SHZ, damit medizinische, psychosoziale und tagesstrukturierende Angebote sowie Ruheräume und Notschlafstellen zuverlässig aufgebaut werden können.
- Erhöhte Sicherheit durch schnell verfügbare Einsatzkräfte, etwa durch permanente Bestreifung im Umfeld.
- Eine gesamtstädtische Strategie mit mindestens zwei weiteren SHZ‑Standorten, priorisiert in der Haushaltsplanung.
- Stärkere Präventionsarbeit, die Ursachen wie Obdachlosigkeit, psychische Belastungen und Suchterkrankungen in den Blick nimmt.
„Die Herausforderungen der Drogenszene können nicht allein im Pantaleonsviertel gelöst werden, sondern brauchen eine gesamtstädtische Strategie. Noch vor einem Jahr wäre ein solcher fraktionsübergreifender Beschluss undenkbar gewesen. Heute zeigen wir, dass Politik gemeinsam handlungsfähig ist.
Mit dem Änderungsantrag setzt Volt ein klares Signal: Köln braucht eine langfristige, verlässliche und solidarische Antwort auf die Herausforderungen der offenen Drogenszene sowie ein SHZ, das zu einem echten Erfolg für Betroffene, Anwohnende und die gesamte Stadt wird.”
Sergen Belen, stellv. Vorsitzender Volt Fraktion
